Interventionsstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen

 

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Vertragsunterzeichnung mit der Polizei 

Interventionsstelle - Pro Aktive Beratung in der Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden

Ausgangssituation und Ziele

Ein selbst bestimmtes Leben ohne Gewalt ist das Grundrecht jedes Menschen. Doch das Erfahren von Gewalt in der Familie und Partnerschaft ist leider kein Ausnahmefall:

„Die weltweit größte Erhebung zur Gewalt gegen Frauen hat erschütternde Zahlen zutage gefördert. Wie die europäische Agentur für Grundrechte (FRA) mitteilt, geben ein Drittel der Frauen zwischen 18 und 74 Jahren in der Europäischen Union an, körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren zu haben…. Auch Deutschland schneidet alles andere als gut ab. So liegt der Anteil der über 15-jährigen Frauen, die physische oder auch sexuelle Gewalt erlebt haben, mit 35 % knapp über dem EU-Durchschnitt (33 Prozent).

Insgesamt wurden 42.000 Frauen in den 28 EU-Ländern im Alter zwischen 18 und 74 Jahren befragt. Die Gespräche fanden 2012 persönlich statt. Vergleichbare Studien zu der Thematik gab es laut FRA in der EU bisher nicht, die Studie sei die bislang weltweit größte“.

(Süddeutsche Zeitung vom 05.03.2014 – „Gewalt gegen Frauen: eine EU-weite Erhebung“ – www.fra.europa.eu)

Körperliche und psychische Gewalterfahrungen können Menschen jeden Alters, jeder Religion und jeder Nationalität betreffen.

Häusliche Gewalt wird begriffen als jede Form von körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen.

Mit dem pro-aktiven Ansatz der Interventionsstelle wird für Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, der Zugang zu Beratung und Unterstützung wesentlich verbessert.

Die Interventionsstelle, die dem Frauenhaus des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Südostbayern angeschlossen ist, unterstützt  die Betroffenen auf einem Weg in ein gewaltfreies und selbst bestimmtes Leben.

Der pro-aktive Ansatz vertritt einen lösungs- und ressourcenorientierten Ansatz und setzt sich für dieVerbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen ein.

Zielgruppe

Die Interventionsstellerichtet sich an Frauen und Mädchen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind.

Wir beraten, unterstützen und informieren Betroffene und ihre Angehörigen sowie das soziale Umfeld.

bietet psychosoziale Beratung und Unterstützung unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrer Religion, ihrem Alter und ihrem Aufenthaltsstatus.

Das Beratungsangebot ist kostenlos, anonym und findet auf freiwilliger Basis statt.

Die bestehenden Barrieren hinsichtlich Inanspruchnahme von Hilfen sollen durch eine „Komm – Struktur“ abgebaut werden.

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

leistet Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, damit Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Unterstützungsarbeit in Fachkreisen, Informationsveranstaltungen und Presse weitergegeben werden und somit ein Beitrag zur Verbesserung der Situation von Betroffenen geleistet wird.

Kooperation und Vernetzung

Vernetzung und Kooperation im Bereich der Hilfseinrichtungen ist von zentraler Bedeutung für die Zugänge zu Betroffenen und deren Unterstützung.

Hierzu gehört nicht nur die Teilnahme und aktive Unterstützung in bestehenden Arbeitskreisen, sondern auch Vernetzung mit:

  • Polizei (Erarbeitung des Verfahrens in Kooperation mit den Polizeiinspektionen) Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen am 16.10.2015, da Tätigkeit der Interventionsstelle nur nach polizeilichem Einsatz möglich
  • Frauenhaus Rosenheim
  • Frauen-und Mädchen Notruf Rosenheim
  • Krisenwohnung
  • Fachstelle gegen sexuelle Gewalt
  • Runde Tische Häusliche Gewalt Traunstein und BGL
  • Männerberatungsstelle Südostbayern
  • Staatsanwaltschaft
  • Ämter & Institutionen (Ehe- und Familienberatungsstelle, Erziehungsberatungsstelle, Caritas z.B. Sozialpsychiatrischer Dienst, uvm.)

Beratungsangebot:

  • Krisenmanagement für betroffene Frauen und Mädchen, wobei die persönlichen Fähigkeiten und die sozialen Netzwerke sowie die professionellen Ressourcen der Ratsuchenden in den Beratungsprozess mit einbezogen werden.
  • Schwerpunkte der Beratung: Krisenintervention,
  • Hilfen bei behördlichen Angelegenheiten oder gesundheitlichen Schwierigkeiten; -
  • Information in Bezug auf rechtliche und soziale Angelegenheiten;
  • Unterstützung bei der Suche nach Rechtsanwältinnen, Psychologinnen und Ärztinnen
  • Vermittlung an das bestehende Netzwerk und Schutzeinrichtungen
  • Begleitung und Unterstützung bei Behördenangelegenheiten

Procedere:

Nach einem Polizeieinsatz faxt die Polizeiinspektion, wenn es vorliegt, die schriftliche Einwilligungserklärung des Opfers über die Übermittlung der personenbezogenen Daten an die Interventionsstelle des SkF. Innerhalb von drei Werktagen wird durch die Interventionsstelle versucht, Kontakt zum Opfer zu erlangen und Beratung anzubieten. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel telefonisch.
Erklärt das Opfer, keine Beratung zu wünschen, so ist dies zu akzeptieren.

Regelmäßig wird es Besprechungen mit den 10 Polizeiinspektionen geben.

Hier ein Link zu einem Beitrag zum Thema auf Chiemgau24  

Wenn Frauen Opfer häuslicher Gewalt sind... Bericht im Traunsteiner Tagblatt vom Aug 2016

Sabine Weiß
SkF e.V. Südostbayern
Beratungsstelle Traunstein

Träger:
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Südostbayern
Schulstr. 8
83209 Prien     
Telefon : 08051/62110
info@skf-prien.de
www.skf-prien.de

Kontaktdaten für die Interventionsstelle:

Sabine Weiß
Ludwigstraße 12 a
83278 Traunstein
Telefon 0861/13021
E-Mail : Interventionsstelle@skf-prien.de

gefördert durch:

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